Bevor man eine Antwort zu dieser Frage finden kann, ist es wichtig zu verstehen, was „BETRIEBSBLIND“ bedeutet.

Der Begriff Betriebsblindheit wird in der Betriebswirtschaftslehre verwendet, um eine routinemäßige Arbeitsweise zu bezeichnen, die nicht mehr neu beurteilt wird oder an der keine Veränderungsmöglichkeit gesehen wird. In der Regel schadet sie einem Unternehmen, da sie die Anpassung an die Veränderungen des Marktes hemmt.

Diese Vorgehensweise kann auch für jegliches unreflektiertes Handeln, das auf Routine beruht, verwendet werden. In unseren täglichen Abläufen erleben wird oft diese Situation: wir funktionieren dann wie echte Roboter auf Autopilot.

Aber warum gehen wir oft „BETRIEBSBLIND“ durch das Leben?

Einige Gründe dafür können sein:

  • Mangel an Zeit zum Selbstreflektieren: durch zahlreiche Termine oder Anforderungen, die zu bewältigen sind, findet man nicht die Gelegenheit, sich mit seinen täglichen Abläufen, Emotionen oder Gefühlen zu befassen.
  • Bequemlichkeit: eine Routine zu verändern, erfordert Mühe und Arbeit und nicht jeder ist bereit, so viel Kraft in eine Anpassung zu investieren.
  • Angst vor der Veränderung: Prozesse zu verändern, bedeutet erstmal Ungewissheit, die wiederum bei einigen Menschen große Ängste verursacht. Als Folge davon werden die alten Vorgänge, auch wenn diese nicht immer gut oder perfekt sind, weiter umgesetzt. Ihre Vor- oder Nachteile sind uns bekannt und geben uns Sicherheit.
  • Mangel an Initiative: selbst wenn erkannt wird, dass ein Ablauf veraltet ist oder uns schadet, fehlt der Anstoß zum Handeln.
  • Unklare Vorgehensweise: wir spüren oft, dass sich etwas verändern soll. Es wird lang über mögliche Anpassungen nachgedacht, aber man kommt nicht wirklich weiter. Man ist wie gelähmt oder blockiert und findet keine Lösung.

Natürlich haben wir immer die Wahl so weiter zu leben, aber in der Regel machen sich diese unbefriedigenden Situationen, früher oder später, auf der emotionalen oder körperlichen Ebene bemerkbar.

Wie kann man „BETRIEBSBLINDHEIT“ umgehen?

Wichtig ist, dass der Wille zur Veränderung eindeutig spürbar ist.

Für Menschen, die aus Bequemlichkeit oder Mangel an Initiative nicht so weit sind, wird der erste Schritt vielleicht nie stattfinden oder möglichweise erst, wenn der Leidensdruck ihre Leben beeinträchtigt.

Für alle anderen lassen sich einige Strategievorschläge definieren:

  • Nehmen Sie sich die Zeit zum Selbstreflektieren, in dem sie Ihre täglichen Abläufe überprüfen und diese nach Wichtigkeit bewerten. Wenn Sie ganz genau hinschauen, werden Sie feststellen, dass manche Abläufe verschoben werden können oder auch unnötig sind.
  • Nehmen Sie Ihre Emotionen oder Gefühle wahr. Sie sind da, um Ihre Aufmerksamkeit zu wecken und Sie vor Situationen, die in Ihrem Leben nicht mehr optimal sind, zu warnen.
  • Die Angst vor Veränderung kann überwunden werden, in dem man sich erlaubt Fehler zu machen. Kein Mensch ist perfekt und jeder Mensch macht Fehler. Nur dadurch kann eine Person erkennen, welche Wege für sie richtig sind. Sie sollten also nicht zu verkrampft versuchen, fehlerfrei zu leben; das setzt Sie nur unter Druck.
  • Holen Sie sich Feedback ein, wenn Sie nicht mehr wissen, wie es weiter gehen soll. Ein Paar nicht vorbelastete Augen sehen das Ganze anders. Besonders in der Kommunikation mit einem professionellen Coach lassen sich neue Maßnahmen leichter entwickeln und so Klarheit im Leben schaffen.
  • Setzen Sie sich messbare Ziele, auf diese Weise erhalten Sie ein konkretes Ergebnis und können erkennen, ob Sie auf dem richtigen Weg sind oder, ob Anpassungsbedarf besteht. Die SMART-Formel ist dafür perfekt geeignet:

S – Spezifisch: „Mein Ziel ist Abnehmen.“

M – Messbar: „Ich möchte 5 kg abnehmen.“

A – Attraktiv: „Ab sofort mache ich zwei- bis dreimal die Woche Sport.”

R – Realistisch: „Von jetzt an gehe ich zwei- bis dreimal die Woche jeweils so lange laufen, wie ich durchhalte.”

T – Terminiert: “Ich werde in 8 Wochen 5 Kilo abnehmen.”

Wie man sieht, ist Betriebsblindheit kein unveränderbares Schicksal.

Diese und andere Strategievorschläge, um „Betriebsblindheit“ im Leben zu umgehen, lassen sich allerdings mit der Unterstützung eines Coaches leichter umsetzen.

Die Aufgabe des Coaches liegt dann darin, die im Klienten vorhandenen Ressourcen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, aufzudecken, zu entwickeln und zu stabilisieren. In mehreren Coaching Sitzungen und durch die Anwendung der passenden Methoden wird Klarheit erzielt, damit der Klient sich frei entfalten kann.

Martina Gil Burgos

Heilpraktikerin für Psychotherapie & Coach

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